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24.10.2017
Rußland, Syrien

Lesezeit: etwa 1 Minute

Klartext aus Moskau: Gestern Dresden, heute Raqqa

Russisches Verteidigungsministerium erinnert an die Auslöschung Dresdens

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, zog Medienvertretern gegenüber dieser Tage im Zusammenhang mit der Rückeroberung der IS-Hochburg Raqqa durch die US-geführte Allianz einen bemerkenswerten Vergleich. Unter Hinweis auf die massiven Zerstörungen der Stadt bei den monatelangen Angriffen erinnerte Konaschenkow an die Auslöschung Dresdens durch anglo-amerikanische Luftangriffe im Februar 1945 und sagte wörtlich:„Rakka hat das Schicksal von Dresden 1945 übernommen, das bei englischen und US-amerikanischen Luftangriffen vom Antlitz der Erde ausgelöscht worden war.“

Für den deutschen NPD-Europaabgeordneten Udo Voigt ist die Feststellung des russischen Ministeriumssprechers ein neuerliches Indiz dafür, daß die politische Führung in Moskau – anders als westliche und insbesondere bundesdeutsche Politiker und Medienveranwortliche – nicht nur ein klares Bewußtsein für historische Zusammenhänge besitzt. Die russische Führung beweise auch „erfreulichen Mut darin, die Verantwortlichen für heutige und vergangene Kriegsverbrechen ohne Umschweife beim Namen zu nennen“.

Voigt, der 2015 und 2016 selbst zweimal in Syrien war, um sich aus erster Hand über die Situation in dem von einem blutigen Stellvertreterkrieg zerrissenen Land zu informieren, sieht die Aussage des russischen Sprechers darüber hinaus in einem größeren politischen Zusammenhang. Voigt wörtlich: „Die russische Regierung unter Präsident Putin hat der illegalen westlichen Einmischung in Syrien in den letzten Jahren mit ihrem militärischen Engagement erfolgreich einen Riegel vorgeschoben. Parallel dazu setzt sich Moskau nicht nur in Syrien, sondern weltweit für die Einhaltung internationaler Spielregeln und die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten ein. Der Hinweis des russischen Ministeriumssprechers auf den anglo-amerikanischen Bomben-Holocaust im Februar 1945 ergänzt vor diesem Hintergrund die Erinnerung des russischen Präsidenten Putin an die ´eingeschränkte Souveränität´ Deutschlands im Juni auf dem 21. St. Petersburger Interationalen Wirtschaftsforum.“

In seiner Eigenschaft als Europaabgeordneter spricht Udo Voigt der russischen Führung den „tiefempfundenen Dank deutscher Patrioten für ihre klaren Worte an die Adresse westlicher ´Befreier´, Mörder und Völkerbeglücker aus.“

Straßburg, 24.10.2017



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